Silikonverfugungen | Effektive Tipps für die sichere Entfernung und Erneuerung von Silikonfugen, um Schimmel, Gerüche und Schäden dauerhaft zu verhindern.

Silikonverfugungen

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Silikonfugen sind „Wartungsfugen"

Bei Silikonfugen: Schimmel und Pilzbefall gefährdet Ihr Gebäude!

Silikonfugen sind „Wartungsfugen“ und sollten immer wieder auf Risse und ablösende Randbereiche überprüft werden. So kann man man mit einer zeitnahen Ausbesserung oder einer Erneuerung der Silikonfuge weithin Schäden abwenden.

Silikonverfugungen | Fliesen Necker Tübingen

Abgerissene undichte und von Schimmelpilzen befallene Fugen, sind in vielen Bädern ein ernst zu nehmendes Problem. Im Haus sind Schimmelpilze auf Silikonfugen mit das Hässlichste. Schimmel lässt eine Räumlichkeit optisch um mehrere Jahre altern. Außerdem sind Schimmelpilze gesundheitsschädlich. Die Entwicklung des Schimmels vollzieht sich über mehrere Phasen. Erst in der letzten Phase wird er sichtbar in Form von dunklen, hässlichen Schimmelpilzflecken in den Fugen. Es ist also zu empfehlen und ratsam, das Ersetzen der Silikonfugen zeitnah in Angriff zu nehmen. Häufig hilft auch schon das Ausbessern von Silikonfugen, um neuen Glanz ins Badezimmer zu bringen.

Fragen und Antworten:

Das regelmäßige Überprüfen und Erneuern der Silikonfugen ist wichtig, um Risse und ablösende Randbereiche zu vermeiden, die Schimmel- und Pilzbefall begünstigen können, was gesundheitsschädlich ist und Gebäudeschäden verursachen kann.

Alte, schimmelbefallene Silikonfugen werden vollständig mechanisch mit einem Fugenmesser, Cuttermesser oder Fugenkratzer herausgeschnitten und anschließend chemisch mit einem Silikonentferner gereinigt, um Rückstände zu entfernen.

Vor dem Neuverfugen sollte die offene Fuge desinfiziert werden, um Schimmelpilze abzutöten, und der Untergrund muss vollständig trocken, staub-, öl- und fettfrei sein, um eine gute Haftung zu gewährleisten.

In Feuchträumen sollte ausschließlich sanitärsilikon verwendet werden, das mit pilzhemmenden Stoffen ausgestattet ist, um die Neubildung von Mikroorganismen zu verhindern, und das Silikon muss gleichmäßig blasen- und hohlraumfrei in die Fuge eingebracht werden.

Eine schnelle Erneuerung der Silikonfugen ist notwendig, um die Entwicklung von Schimmelpilzen zu verhindern, die gesundheitsschädlich sind, und um größere Schäden an der Bausubstanz durch eindringendes Wasser zu vermeiden.

  • Silikonfugen sollten regelmäßig auf Risse und Ablösungen überprüft werden, um Schäden und Schimmelbildung vorzubeugen.

Schimmelpilze auf Silikonfugen gefährden die Gesundheit und können das Gebäude durch Feuchtigkeitsschäden erheblich beschädigen.

Das alte, schimmelbefallene Silikon muss mechanisch und chemisch vollständig entfernt werden, um eine saubere Basis für neue Fugen zu schaffen.

1. Restlose Entfernung des alten Dichtstoffs

Mechanische Reinigung: Das alte, schimmelbefallene Silikon muss mechanisch mit einem Fugenmesser, Cuttermesser oder einem speziellen Fugenkratzer vollständig herausgeschnitten werden.

Chemische Reinigung: Verbleibende Silikonreste auf den Fugenflanken müssen mit einem Silikonentferner chemisch aufgelöst und rückstandsfrei entfernt werden. Das bloße Überspachteln führt zu Haftungsverlusten und schnellem Neuüberfall.

2. Desinfektion und Untergrundvorbereitung

Schimmelbekämpfung: Da Schimmelpilze tief in die Poren des Untergrunds (z. B. Fliesenkleber oder Putz) eindringen können, muss die offene Fuge vor der Neuverfugung mit einem pilztötenden Mittel (Fungizid) oder hochprozentigem Isopropanol (mindestens 70 %) desinfiziert werden .

Trocknung und Reinigung: Der Untergrund muss vor dem erneuten Ausspritzen vollständig trocken, staub-, öl- und fettfrei sein. Restfeuchte im Fugenraum führt zu Blasenbildung und Haftversagen des neuen Materials.

3. Vermeidung von Dreipunkthaftung

Einsatz von Hinterfüllmaterial: Elastische Dichtstoffe dürfen nur an den beiden gegenüberliegenden Fugenflanken haften, nicht jedoch am Fugenbund (Boden der Fuge). Um diese schädliche Dreipunkthaftung zu verhindern und die Dehnfähigkeit des Silikons bei Bauteilbewegungen zu erhalten, muss eine geschlossenzellige Polyethylen-Rundschnur (PE-Schnur) in die Fuge eingelegt werden.

4. Einbringen des neuen Dichtstoffs

Materialauswahl: Im Sanitärbereich ist zwingend ein elastischer Dichtstoff mit fungizider (pilzhemmender) Ausrüstung zu verwenden (Sanitärsilikon), um die Neubildung von Mikroorganismen auf der Oberfläche zu verzögern.

Applikation: Das Silikon wird mittels einer Kartuschenpresse gleichmäßig, blasen- und hohlraumfrei in die Fuge eingebracht.

5. Glätten der Fuge

Abziehen: Die Fuge wird mit einem geeigneten Glättwerkzeug (Fugenabzieher) und einem speziellen, vom Dichtstoffhersteller freigegebenen Glättmittel abgezogen. Reine Wasser-Spülmittel-Gemische sollten vermieden werden, da sie die fungiziden Wirkstoffe aus der Oberfläche auswaschen und Verfärbungen begünstigen können.

Technische und gesundheitliche Relevanz

Die Notwendigkeit des schnellen Handelns ergibt sich aus zwei Kernfaktoren:

Gesundheitsrisiko durch Sporenflug: Schimmelpilze in Innenräumen geben Sporen und flüchtige organische Verbindungen (MVOC) an die Raumluft ab. Dies kann bei Bewohnern zu Atemwegsreizungen, allergischen Reaktionen und der Verschlimmerung von Asthma führen . Eine Sanierung ist daher eine präventive gesundheitliche Maßnahme.

Vermeidung von Feuchtigkeitsschäden: Undichte oder abgerissene Fugen im Spritzwasserbereich von Dusche oder Badewanne führen dazu, dass Wasser unbemerkt hinter die Fliesenebene gelangt. Dies kann zu schwerwiegenden Bausubstanzschäden, Durchfeuchtungen angrenzender Räume und verdecktem Schimmelbefall in Leichtbauwänden führen